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Imkerei - Woldert

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Tradition lebt wieder auf: Imkerei kehrt nach Woldert zurück

Woldert – Mehr als zehn Jahre war die Imkerei aus Woldert verschwunden. Jetzt haben sich sechs Hobbyimker zu einer "kleinen Genossenschaft" zusammengetan und lassen die Tradition wieder aufleben.


Es hatte sich schlichtweg niemand mehr gefunden, der sich mit der Hege und Pflege von Bienen beschäftigen wollte. Ottfried Pfeiffer gab das Hobby rund um die fliegenden Bestäuber als einer der letzten aktiven Imker im Ort vor 15 Jahren auf. Immerhin 30 Jahre hatte er ihm gefrönt. "Für einen allein ist das viel Arbeit", erklärt er im RZ-Gespräch. Doch weil der Senior einige Mitstreiter in seinem Alter gefunden hat, ist die Imkerei inzwischen wieder in das Westerwalddorf zurückgekehrt.

Wolderter mit Herz für die Natur hatten Pfeiffer vor einiger Zeit gefragt, warum es keine Bienen mehr gibt. Wäre doch schön, wenn die Tiere wieder bestäuben und Honig produzieren würden, sagten sie zu ihm. Pfeiffer erzählte ihnen vom aufwendigen Hobby, und die Männer erklärten sich bereit, die Imkerei gemeinsam wiederzubeleben. Dann ging alles ganz schnell. Die "kleine Genossenschaft", wie sich die nicht organisierten Hobbyimker augenzwinkernd nennen, besteht aus Ottfried Pfeiffer als Mann vom Fach, Gerhard Bohnenstängel, Claus Müller, Willi Velten, Karl-Heinz Hering und Erwin Velten. Die Männer im Alter von 68 bis 78 Jahren bauten an einem sonnigen Platz, gleich neben dem ebenfalls von ihnen angelegten Teichbiotop in der Gemarkung "In der Nauerter Wies", ein solides Bienenhäuschen. Pfeiffer fuhr schließlich nach Diez zu einem Imker und kaufte von ihm zwei Bienenvölker.

Vorfreude auf den ersten Honig

Die Tiere haben ihr neues Zuhause bereits angenommen. In der Frühlingssonne sammeln sie emsig Blütenpollen und tragen ihn als gelbe Knollen an den Hinterbeinen in ihren Stock. Die Hobbyimker sind guter Dinge, dass sich beide Völker prächtig entwickeln werden. Sie hätten sogar noch Platz für ein drittes. "Mehr sollten es dann aber nicht sein. Da müssen wir also aufpassen, dass die Königinnen nicht ausschwärmen", erklärt Pfeiffer.

Die sechs wackeren Bienenfreunde freuen sich schon darauf, den Honig aus den Waben zu schleudern. Den Ertrag der Imkerei will die "Genossenschaft" zunächst mal unter sich verteilen.

Darüber hinaus machen sich die Männer ein paar Meter weiter ebenfalls um die Natur verdient. Im Vorjahr haben sie an einem Wasserlauf, der den Dreisbach speist, zwei kleine Teiche ausgehoben und vom Eigentümer eines Weihers im Ort Kaulquappen bekommen, die sie in die Teiche setzten. Ziel war es, dort Frösche anzusiedeln. Allerdings hat im Vorjahr der Graureiher den Männern einen Strich durch die Rechnung gemacht. In diesem Frühjahr starteten sie eine neuerlichen Versuch und trafen diesmal offenkundig wirksame Vorkehrungen zum Schutz der Kaulquappen: Sie spannten Leinen über den Gewässern. "Seitdem haben wir Ruhe", sagt Ottfried Pfeiffer.

Und als ob das nicht genug wäre, halten die Naturfreunde auch noch 130 Nistkästen in den Wäldern rund um Woldert in Schuss. Obendrein kümmern sie sich um nicht weniger als 45 Waldameisennester. Einige haben sie sogar schon umgepflanzt.



„(Quelle: Rhein Zeitung)"

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