Besucherzähler Einrichten PLZ Verzeichnis Woldert auf onlinestreet.de

Hilgert im 19.Jahrhundert - Woldert

www.mapstcode.com
nächster Dorfstammtisch jeweils Freitag, 12.05. / 18.08. / 10.11. 2017
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Hilgert im 19.Jahrhundert

Historie

Hilgert im 19. Jahrhundert.

Schon vor 1846 gab es in Hilgert zeitweise eine Nebenschule, dessen Lehrer für lange
Jahre Hütt hieß. Diese Schule war der Oberdreiser Mutterschule angegliedert.
Mit dem Vorsteher Jungbluth trafen sich erstmals 1848 die Ratsmitglieder Peter Neitzert, Wilhelm Biehl und Christ Schmidt sowie Christian Zimmermann und dachten darüber nach, wie die alten, nicht mehr nutzbaren Wege instand gesetzt werden könnten.
Feldkäufe größeren Ausmaßes tätigte die Gemeinde um 1850. Nach dem Gesetz von 1850 (7. 5. Jagdpolizeigesetz) wurde der Jagdbezirk (629 Morgen) Hilgert gebildet. Die neue Gemeindeordnung von 1850 (11. 3.) wurde denn auch widerspruchslos angenommen. Die Einnahmen der Gemeinde Hilgert betrugen 1855 342 Taler (Ausgaben 408),
Dem Kreisförster Kloch (Urbach) verwilligte man sechs Taler. Der Waldwärter Zimmermann (Oberdreis) war gehalten, den Hilgerter Wald mitzubeschützen. Die Notwendigkeit, einen Weg von Hilgert nach Woldert zu bauen, fand eine allgemeine Einsicht (1859). Zugleich ging man daran, stillgelegte Brunnen wieder einer Nutzung zuzuführen. Eine geraume Zeit verstrich mit Gedanken über die Höhe des Bürgereinkaufgeldes, das erst die Nutzung gemeindlicher Einrichtungen gestattete. Die komplizierten Vorschriften basierten auf der Grundlage des preußischen Gesetzes von 1822
(11. 7.) und des Gesetzes von 1842 (31. 12.), welches die Armenfürsorge regelte. Somit legte der Gemeinderat von Hilgert das Einzugsgeld fest. Der Feldschütz sollte 1861  nicht mit dem Waldwärter (Zimmermann in Oberdreis) identisch sein. Der Aufnahme einer Anleihe (1866) stimmten die Hilgerter zu, so wie es die Bürgermeistereiversammlung getan hatte. Dagegen verwarfen alle das Ansinnen des Landrats, einen Plan für den Fall von Einquartierungen vorzubereiten.
Der Widerstand aller war 1876 gefordert, als der neuwiedische Wiesenbaumeister das Gemeindegrundstück im Dorf zu Wiese umwandeln wollte, das bislang der Gemeinde zur Hütung ihrer Schweine diente. Kirchlich war Hilgert der Kirche in Oberdreis zugewiesen und trug auch deren Kosten mit. Das 1825 (10. 8.) eingeführte Einkaufsgeld in der Höhe von 25 Talern wurde 1872 nicht verändert. Bei der Zahlung der Klassensteuer taten sich die Hilgerter zumal in den 70er Jahren recht schwer. Der Basaltsteinbruch »Auf dem wilden Stein« wurde 1877 verpachtet. Woldert und Hilgert schlossen sich 1878 Zusammen und lösten sich insofern von dem Kirchspiel, als sie eine neue (Feuer-) Spritze für 780 Mark anschafften und den Bau eines Spritzenhauses (aus Basalt) in Woldert beschlossen. ln dem gleichen Jahr (1878) wurde der Ort Hilgert von der Nachtwache freigestellt; damals zählte das Dorf 18 bewohnte Häuser. Um die gute Beschaffenheit der Wege zu halten, führte man eine Wegeumlagerolle, in der Tage der Arbeit und die Geldbeträge festgehalten waren. Der Schweinehutplatz im Dorf (an der Brücke) geriet auch 1882 wieder in die Kritik, wenn auch Ohne Erfolg. Gegen Ende des Jahrhunderts standen Aufforstungen und Erneuerungen der Brunnen im Vordergrund aller Tätigkeiten. Es würden auch die Überprüfungen der Gemeinde- und Waldgrenzen erforderlich.
Für die Zeit des Ersten Weltkrieges wiederholte sich das Leid der Nachbargemeinden. In Hilgert nannte man das Spritzenhaus bei dessen Erbauung im Jahre 1929 ganz einfach Leiterhaus. verbunden mit einem Wiegehaus (Kosten: 900 RM), Das gleiche unternahmen die Bewohner von Ascheid (1929).
Auch Hilgert bekam 1928/29 die Wasserleitung mit Hausanschlüssen. Dabei musste die Quelle bei der Denderter Hege angezapft werden (Kosten: 18,000 RM). 18 Wohnhäuser standen in diesem Jahr in Hilgert; dort feierte man 1929 die Inbetriebnahme der Wasserleitung.

„(Quelle: vom Holzbach zur Wied, Albert Hardt)"


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü
Das Wetter in Woldert